Bayern bei Briefwahl auf Platz 1

von Redaktion

Über 60 Prozent mieden Wahllokal – München-Land spitze

München – Der Anteil der Briefwähler ist bei der Bundestagswahl auf ein Rekordniveau gestiegen: 47,3 Prozent, also fast die Hälfte der Wähler, nutzten diese Möglichkeit, ergab jetzt eine Analyse des Bundeswahlleiters. In Bayern war der Anteil der Briefwähler aber noch viel höher: 62,4 Prozent – das ist bundesweit Platz 1. Schlusslicht ist Thüringen mit 32,4. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die Briefwahlquote noch 28,6 Prozent bundesweit betragen, in Bayern 37,3.

„Der Briefwahlanteil bei Bundestagswahlen ist seit 1957 kontinuierlich gestiegen, eine Steigerung um 18,7 Prozentpunkte hat es bisher aber noch nicht gegeben“, kommentiert Bundeswahlleiter Georg Thiel. Auffällig: Vor allem die AfD-Wähler mieden die Briefwahl – die Partei hatte sich auch offiziell dagegen positioniert. Die Partei holte bei der Bundestagswahl 10,3 Prozent der Zweitstimmen. Wäre allein die Briefwahl gewertet worden, wäre die AfD bei nur 6,7 gelandet.

Bundesweit lag die Wahlbeteiligung bei 76,6 Prozent, doch gibt es Unterschiede. Auf Platz 1 bundesweit liegt der Wahlkreis München-Land mit 84,9, am Ende Duisburg II mit nur 63,3 Prozent Beteiligung.  dw

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