München – Eine dritte Impfung mit dem Corona-Vakzin von Biontech und Pfizer zeigt nach Angaben der beiden Unternehmen eine Wirksamkeit von über 95 Prozent. Sicherheitsbedenken oder unbekannte Nebenwirkungen seien nicht beobachtet worden, teilten das Mainzer Unternehmen und sein US-Partner am Donnerstag unter Berufung auf eine Untersuchungsreihe mit über 10 000 Teilnehmern mit.
Die verabreichte Dosis war den Angaben zufolge genauso hoch wie bei den ersten beiden Impfungen. Die Studie sei in einem Zeitraum erfolgt, in dem Delta die vorherrschende Virusvariante gewesen sei, erklärten Biontech und Pfizer. Alle Studienteilnehmer waren vor Beginn der Studie zweimal mit dem Pfizer-Biontech-Impfstoff geimpft worden. Ihr Durchschnittsalter lag bei 53 Jahren. Zwischen Zweitimpfung und Auffrischung lagen im Mittel elf Monate.
Derweil steigen in Oberbayern die Inzidenzen wieder, vor allem in den grenznahen Landkreisen. Das Berchtesgadener Land ist bundesweiter Spitzenreiter mit einer 7-Tage-Inzidenz von 417, gefolgt von den Kreisen Mühldorf am Inn (399) und Traunstein (375). Auch die Kreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen und Rosenheim sind betroffen. Der Münchner Infektiologe Christoph Spinner spricht von einer erwartbaren Entwicklung, die für sich noch kein Grund zur Sorge sei. Wichtig sei nun eine hohe Impfquote.