München – Wegen der galoppierenden Inzidenzen in Süd- und Ostbayern holt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kurzfristig Landräte und Oberbürgermeister aus den betroffenen Regionen in München zusammen. Man müsse sehr ernst über die Lage reden, hieß es vor dem Treffen mit dem Ministerrat in einem Saal der Residenz.
Zahlreiche Landkreise haben bei der Sieben-Tage-Inzidenz die 200 durchbrochen, Mühldorf bewegt sich schon bei 600. Die Inzidenz ist allerdings nicht mehr maßgeblich für Verschärfungen, sondern die Daten zur Hospitalisierung. Was bei höheren Werten geschieht, hat die Staatsregierung nicht benannt. Unlängst hatte sich Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) offen gezeigt, in letzter Konsequenz temporär einen Lockdown für Ungeimpfte zu verhängen. Zudem ist eine neuerliche Maskenpflicht in Schulen möglich. In den Kliniken wachse die Sorge stark, berichten Landräte. Die „Krankenhaus-Ampel“ schalte wohl im November auf Gelb.
„Es wäre wichtig, dass wir eine gemeinsame Linie finden“, sagte Miesbachs Landrat Olaf von Löwis (CSU). Er habe „größtes Verständnis für alle, die wieder normal leben wollen. Aber wir können nicht riskieren, dass unser Krankenhaus überläuft.“ cd/dak/mik