Handel: 2G-Pflicht im Advent

von Redaktion

Harte Kontaktregeln für Ungeimpfte – Böllerverbot an Silvester

Berlin – Im Kampf gegen die beispiellose Corona-Welle greifen im Advent strengere Schutzauflagen. Harte Beschränkungen treffen vor allem Ungeimpfte. Bund und Länder haben beschlossen, bundesweit Ungeimpften den Zutritt zu den meisten Läden jenseits des täglichen Bedarfs zu verwehren. Sie dürfen sich nicht mehr in größerer Runde treffen – auch nicht mit geimpften oder genesenen Bekannten.

„Es geht um eine große nationale Anstrengung, und es geht um Solidarität“, sagte der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Er rief mehrfach die Bevölkerung auf, die Impfangebote zu nutzen – für Erst- wie für Booster-Impfungen. Ziel seien 30 Millionen Impfungen bis zum Jahresende. Die scheidende Regierungschefin Angela Merkel (CDU) sagte, weitere Maßnahmen seien nötig, um die Welle zu brechen. Die Lage sei ernst, eine mögliche „gewisse Beruhigung“ habe ein viel zu hohes Niveau.

Zum Maßnahmenpaket gehören Verkaufsverbote von Pyrotechnik vor Silvester. Für bestimmte belebte Plätze sollen auch wieder Feuerwerksverbote verhängt werden. Zudem soll es mindestens in Bayern lokale Alkoholverbote geben. Hier bleibt es zudem bei der 22-Uhr-Sperrstunde. Bayern wird zudem Zuschauer von den Profiligen ausschließen. Die Sonderregeln für Lockdowns in Hotspots werden über 15. Dezember hinaus verlängert. Für Restaurants bleibt es bei der 2G-Regelung. Der Betrieb von Bars und Diskotheken wird nun bundesweit untersagt. Zudem soll der Status als vollständig Geimpfter nach einer gewissen Dauer auslaufen. Diskutiert wird derzeit über neun Monate.  mm

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