München – Die „2G-Plus“-Regel soll für Drittgeimpfte auch in Bayern zeitnah gelockert werden. Ein Wegfall der Testpflicht für diesen Kreis sei „nicht nur medizinisch sinnvoll, sondern liefert auch einen zusätzlichen Impfanreiz“, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).
Vergangene Woche hatte der Ministerrat seine Entscheidung noch vertagt. In anderen Ländern gibt es bereits Regeln, dass dreimal Geimpfte automatisch unter „2G-Plus“ fallen. Das heißt, dass sie sich für Sport oder Kultur keinen frischen Test besorgen müssen.
Die Gesundheitsminister der Länder wollen diese Woche beraten, ob sie sich zu einer bundeseinheitlichen Linie durchringen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bereite für die Gesundheitsministerkonferenz am Dienstag einen Vorschlag vor, sagte ein Sprecher seines Ministeriums. Holetschek forderte gegenüber „BamS“ schnelle Klarheit.
In Bayern gilt „2G-Plus“ derzeit unter anderem im Fitnessstudio, beim Sport – selbst Golf – und in allen Kulturangeboten, nicht aber in Restaurants. Unter anderem die Chefs der Museen in Bayern warnten, „2G-Plus“ führe zu einem „dramatischen Besucherrückgang“.
Bayerns FDP-Chef Martin Hagen nannte den Vorstoß „überlegenswert“. Das wäre „ein Anreiz, sich boostern zu lassen“. Auch Bayerns SPD-Chef Florian von Brunn sagt: „Ich halte es für richtig, dass Booster-Geimpfte bei ,2G-Plus‘ keinen Test machen müssen.“ Das entlaste auch die Testcenter. Dennoch müsse man Omikron genau im Blick behalten, nötigenfalls nachsteuern, sagt von Brunn. Die Freien Wähler raten unterdessen, an den Schultestungen 2022 festzuhalten. cd