München – Das erste Einkaufswochenende, an dem in Bayern nur Geimpfte und Genesene in die Läden durften (ausgenommen Geschäfte des täglichen Bedarfs), verlief schleppend und lässt bei den Händlern Alarmstimmung aufkommen. „40 bis 60 Prozent weniger Kunden“ meldet der Handelsverband Bayern und sieht Umsatz ins Internet abwandern. 2G sei für diesen Prozess „ein Mega-Turbo-Beschleuniger“. In der Landeshauptstadt lief das Geschäft zwar besser als befürchtet, meldet der Verein City Partner. Von einem normalen Adventsgeschäft könne aber nicht die Rede sein.
Besonders verbittert sind die Händler darüber, dass eine Bändchen-Regelung, wie sie in anderen Bundesländern praktiziert wird, vom bayerischen Gesundheitsministerium „im letzten Moment gestoppt“ worden sei. Die Bänder, ähnlich den Einlass-Bändchen, die man von Klubs und von Wiesnzelten kennt, hätten bewirkt, dass Kunden sich nur einmal kontrollieren lassen müssen und dann Zutritt zu allen Geschäften haben. Weil das Ministerium das nicht erlaubte, mussten die Kunden vor jedem Geschäft wieder neu zur Kontrolle anstehen.