Kritik an Leerflügen der Lufthansa

von Redaktion

CSU und Grüne fordern EU-Kommission zum Handeln auf

München/Frankfurt – Die Lufthansa hat Berichte bestätigt, dass sie im Januar und Februar zu insgesamt 18 000 Leerflügen an deutschen Flughäfen gezwungen ist. Andernfalls würden Start- und Landerechte, sogenannte Slots, verloren gehen, sagte eine Sprecherin unserer Zeitung. Die Corona-Krise habe zu einem „scharfen Abriss in den Buchungen“ geführt. 33 000 Flüge seien gestrichen worden, weitere 18 000 würden nur aufgrund der Slot-Rechte durchgeführt. Die Flughäfen im Einzelnen wurden nicht genannt, es werde jedoch auch ab München sicherlich Leerflüge geben, erklärte die Sprecherin weiter.

Abgeordnete von CSU und Grünen verlangten von der EU-Verkehrskommissarin Adina Valean eine rasche Reaktion. Es sei möglich, wie schon in der Vergangenheit die starre Slot-Verordnung auszusetzen, sagte der Freisinger Grünen-Abgeordnete Johannes Becher.

Der CSU-Europapolitiker Markus Ferber sagte unserer Zeitung: „Die Kommission muss sich schon den Vorwurf gefallen lassen, dass sie es jetzt versäumt hat, auch für den Winterflugplan Ausnahmeregeln zu schaffen.“  dw

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