Berlin – Das Bundeskartellamt untersucht mögliche wettbewerbswidrige Vereinbarungen zwischen dem Online-Händler Amazon und dem Technologiehersteller Apple. „Wir prüfen derzeit unter anderem, ob es eine Zusammenarbeit von Amazon mit Markenherstellern wie Apple gibt, die Dritthändler benachteiligt“, sagte Behördenpräsident Andreas Mundt.
Es gehe um eine Öffnung des Marktes, indem andere Unternehmen als Apple selbst Geräte des Handykonzerns über den Marketplace von Amazon verkaufen dürften. Im November hatte die italienische Kartellbehörde Strafen in Höhe von insgesamt rund 200 Millionen Euro gegen Amazon und Apple wegen Absprachen verhängt. Dabei ging es um den Verkauf von Produkten von Apple sowie des zu Apple gehörenden Audiotechnikherstellers Beats. Laut Behörde hatten die beiden US-Unternehmen vereinbart, dass in Italien nur Amazon sowie einige ausgesuchte Händler Produkte von Apple und Beats verkaufen dürfen. Mundt zeigte sich kämpferisch für den Umgang mit den vier großen Online-Konzernen Google, Amazon, Apple und der Facebook-Mutter Meta. Allein 2021 seien gegen sie sieben neue Verfahren eröffnet worden, obwohl man „schon an den Börsenwerten dieser Konzerne sieht, mit was für einer wirtschaftlichen Macht wir es zu tun haben“.