Corona erwischt die CSU

von Redaktion

Klausur der Landesgruppe verschoben – auch Dobrindt infiziert

München/Berlin – Corona trifft die CSU unerwartet und hart: Wegen mehrerer Fälle muss die CSU-Landesgruppe ihre für den 6. und 7. Januar geplante Klausur in Berlin verschieben. Nach Informationen unserer Zeitung befindet sich unter den Corona-Infizierten auch der Vorsitzende der CSU im Bundestag, Alexander Dobrindt. Der Peißenberger sei zweifach geimpft und geboostert, heißt es aus Parteikreisen.

Auch vier Mitarbeiter der CSU im Bundestag seien erkrankt. Zudem ist auch einer der eingeplanten Gäste infiziert: Pablo Casado, Chef der spanischen Konservativen. Die Klausur werde zeitnah nachgeholt, über den neuen Termin und die weiteren Planungen werde kurzfristig informiert.

Die Vorfälle um die Berliner zeigen, wie rasch sich durch Omikron die Vorzeichen ändern können. Auch in Bayern breitet es sich rasant aus – und entwickelt sich im Großraum München zur dominanten Variante. „Aktuell liegt der prozentuale Anteil der Omikronvariante von positiv auf SARSCoV-2 Getesteten im süddeutschen Einzugsgebiet bei über 50 Prozent“, sagt Prof. Jürgen Durner vom Labor Becker. Die Laborgemeinschaft untersucht mehrere hundert positive PCR-Tests pro Woche auf Omikron im Großraum München.

Bei der Klausur, die normalerweise immer in Kloster Seeon (Landkreis Traunstein) stattfindet, wollte die Landesgruppe eigentlich die Basis für die neue Oppositionsrolle legen. Schwerpunkte: Finanz- und Wirtschaftspolitik. Zum Treffen, das wegen Corona wie bereits im Vorjahr nach Berlin verlegt worden war, hatte Dobrindt auch den früheren Ifo-Präsidenten Hans-Werner Sinn eingeladen.  mik/leo

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