Berlin – Der Ärzteverband Marburger Bund und der Labor-Verband haben vor Engpässen bei den Corona- Testkapazitäten gewarnt. „Die Omikron-Variante wird auch zu mehr Infektionen bei Beschäftigten in den Laboren führen“, sagte die Vorsitzende Susanne Johna den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Es sei also damit zu rechnen, dass die PCR-Testkapazitäten in Deutschland bald nur noch „eingeschränkt“ zur Verfügung stehen. Auch der Verband der medizinischen Labore schlug wegen der erwarteten Menge der Tests Alarm.
Johna forderte „einen Plan B, um die Quarantäne- und Isolationsregeln zu verkürzen“. „Möglich wären zwei Antigentests in Folge, mit denen man sich freitesten kann“, sagte die Verbandsvorsitzende. Grundsätzlich sollten PCR-Tests zum Freitesten eingesetzt werden. Aber wenn es das Ergebnis erst nach vier Tagen gebe, sei ein PCR-Test für den Klinikalltag „nicht mehr sinnvoll“.
Der Verband der medizinischen Labore warnte vor einer Überlastung. „Im Verlaufe der kommenden Wochen wird sich zeigen, wie sich die Belastung in den Laboren entwickelt und ob und in welcher Weise dann auch weitere Priorisierungen in den Testungen vorzunehmen sind“, sagte der Vorsitzende der Akkreditierten Labore in der Medizin, Michael Müller.