Rom – Deutschland und Italien wollen bei den drängenden europäischen Fragen wie Pandemiebekämpfung, Migration und Klimaschutz enger als bisher zusammenarbeiten. Corona habe gezeigt, welchen Wert partnerschaftliche Zusammenarbeit habe, sagte Außenministerin Annalena Baerbock gestern nach Beratungen mit ihrem italienischen Amtskollegen Luigi Di Maio in Rom angesichts gegenseitiger Hilfe während der Pandemie.
Neben der Klima- und Energiepolitik sollen nach ihren Worten auch die Themen Flucht und Migration im geplanten deutsch-italienischen Aktionsplan eine zentrale Rolle spielen. Deutschland und Italien stünden „bei Fragen von Flucht und Migration auf derselben Seite, nämlich im Verständnis, dass es Humanität und geordnete Strukturen an den Außengrenzen braucht“, sagte Baerbock.
An Di Maio gewandt ergänzte sie: „Wir sind beide nicht bereit, uns mit dem Sterben auf dem Mittelmeer abzufinden.“ Man wolle sich intensiver als bisher gemeinsam für humane und faire Regeln an den EU-Außengrenzen einsetzen und an einer europäischen Asylpolitik arbeiten, „bei der alle ihre Verantwortung übernehmen“. Man wisse, „dass es ein dickes Brett ist. Aber der Status quo ist nicht weiter tragbar“, so Baerbock weiter.