Berlin – Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet damit, dass Krankenhäuser und Labore durch die hohen Ansteckungszahlen mit der Omikron-Variante des Coronavirus an ihre Belastungsgrenzen kommen werden. Er kündigte deshalb an, dass es für Personal im Gesundheitswesen und in Pflegeeinrichtungen bei der PCR-Test-Auswertung einen Vorrang geben werde. Er habe diese Priorisierung am Donnerstag veranlasst. Aktuell näherten sich die Kapazitäten für PCR-Labortests der „Volllast“, teilte er mit.
Pflegepersonal und Beschäftigte im Gesundheitswesen können eine Isolierung nach einer Infektion oder eine Quarantäne nach einem Kontakt mit Erkrankten nur dann bereits nach sieben Tagen beenden, wenn sie einen negativen PCR-Test vorweisen. Für alle anderen reichen zertifizierte Antigen-Tests aus. Ohne eine Freitestung dauert die Isolation oder Quarantäne zehn Tage. Wegen der stark steigenden Ansteckungszahlen werden vor allem in der kritischen Infrastruktur Personalengpässe befürchtet.