Rosenheim – Die hohen Fallzahlen durch die Coronavirus- Variante Omikron stellen für das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim nach Angaben der Behörde „die bisher wohl größte Herausforderung seit Beginn der Pandemie“ dar. Eine neue digitale Lösung, die ab kommenden Montag eingesetzt wird, soll bei der Bewältigung der fünften Welle helfen, indem sie die bisherigen Abläufe weitestgehend automatisiert.
Um die Aufgaben rund um die Kontaktverfolgung bewältigen zu können, setzt das Staatliche Gesundheitsamt künftig auf den Einsatz einer das bisherige Vorgehen unterstützenden Softwarelösung. „Ciss“ ist das Kürzel für „Covid IT Solution for Sormas“. Das Programm soll die Mitarbeiter der Kreisverwaltungsbehörde bei der Erhebung wichtiger Daten rund um eine Corona-Infektion entlasten. Die Kontaktdaten zu positiv getesteten Personen sowie zu etwaigen Kontaktpersonen müssen nicht mehr, wie bisher, telefonisch abgefragt werden. Stattdessen können die Bürger – nach vorheriger Aufforderung per SMS oder E-Mail – ihre Daten digital an das Gesundheitsamt übermitteln.
Ein großer Vorteil der Umstellung besteht laut Behörde in einer „gesteigerten Effektivität und Schnelligkeit“ in der Kontaktnachverfolgung. Zudem spare es erhebliche personelle Ressourcen.
„Zukünftig erfolgen die Informationen und die Quarantäneanordnungen an die Betroffenen rein elektronisch. Telefonische Ermittlungen des Gesundheitsamtes werden damit entfallen. Das stellt einen Meilenstein im Infektionsmanagement der Gesundheitsbehörde dar“, erklärt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim.
Die erhobenen Daten liefern den Gesundheitsbehörden wichtige Erkenntnisse beispielsweise zu Krankheitsverlauf und -schwere.