München – Reparieren statt wegwerfen, und der Staat soll dabei helfen: Bayerns Grüne legen die Idee zu einem neuen Förderprogramm vor. Künftig soll jeder Bürger einmal im Jahr bis zu 200 Euro Bonus erhalten, wenn er ein beschädigtes Gerät zum Handwerker bringt. Bis zu 50 Prozent der Kosten solle der Staat tragen, schlägt Fraktionschef Ludwig Hartmann vor.
„Wir kennen ja alle das Phänomen: Elektro-Kleingeräte gehen kaputt und werden schnell ausgetauscht – sei es das Handy, der Drucker oder der Föhn“, sagt Hartmann. „Wenn wir effizienter mit Rohstoffen umgehen wollen, kann die leicht beschädigte Waschmaschine oder der Stabmixer mit kaputtem Stecker nicht gleich in den Müll.“ Er hoffe auf ein bayerisches Reparatur-Gesetz. „Wenn die Nachfrage da ist, bieten Handwerker auch eine Reparatur an – das kann zu einem neuen Geschäftsmodell werden.“ Auf Bundesebene will Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) bereits ein ähnliches Projekt vorantreiben. Mit dem „Recht auf Reparatur“ sollen Hersteller dazu verpflichtet werden, reparierbare Produkte und Ersatzteile dafür bereitzustellen. hud/mik/cd