Kliniken geben Entwarnung

von Redaktion

Überlastung abgewendet – Streeck für Sommer- und Wintermodus

München – Nach den Lockerungen in Bayern kommt auch in die bundesweite Corona-Debatte Bewegung: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft geht davon aus, dass die Kliniken die Omikron-Welle gut bewältigen. „Ich rechne für die kommenden Wochen nicht mehr mit einer Überlastung des deutschen Gesundheitswesens“, sagte Vorstandschef Gerald Gaß der „Bild“. Die aktuellen Maßnahmen hätten „deutlich dazu beigetragen, dass die befürchtete Welle weniger hoch war als befürchtet“. Sie sollten gelten bis zum Höhepunkt der Omikron-Welle, den die Bundesregierung in ein bis zwei Wochen erwartet. Danach könne die Politik „ohne Zweifel schrittweise Lockerungen für die kommenden Wochen ins Auge fassen“.

Die Ministerpräsidenten wollen nächsten Mittwoch wieder beraten. Inzwischen wird fast überall an Plänen für Lockerungen gearbeitet. Der Virologe Hendrik Streeck schlägt ein saisonales Vorgehen vor: „Ich plädiere für einen Sommer-Modus und für einen Winter-Modus. Im Sommer könnten wir auf Maßnahmen verzichten, im Herbst und Winter wiede-rum müssten Maßnahmen sein“, sagte er unserer Zeitung. Er vergleiche das gerne mit Sommer- und Winterreifen im Straßenverkehr.

Diskussionen gibt es auch in Bayern noch – trotz der Lockerungen. Der Hotel- und Gaststättenverband fordert die Öffnung von Kneipen und Diskotheken. Deren Schließung sei angesichts der aktuellen Lage „nicht mehr verhältnismäßig“, sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. Maßstab für die Schließung sei „die drohende Überlastung des Gesundheitssystems“ gewesen. Dies sei nicht mehr der Fall.

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