Bund: Lage extrem gefährlich

von Redaktion

Krieg um Ukraine rückt näher – Moskau: Fürchten Sanktionen nicht

Berlin – Vor den Reisen von Bundeskanzler Olaf Scholz nach Kiew und Moskau hat die Bundesregierung die Lage in der Ukraine-Krise als „extrem gefährlich“ eingeschätzt. Das „sehr besorgniserregende Gesamtbild“ werde die Gespräche mit den Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin am Montag und Dienstag maßgeblich prägen, hieß es aus Regierungskreisen. Man wolle den Gesprächsfaden mit Russland über eine Deeskalation aufrechterhalten.

Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) sagte bei ntv: „Es kann sein, dass wir kurz vor einem Krieg in Europa stehen. Mit großen Panzerarmeen, die sich gegenüberstehen. Es ist absolut bedrückend und bedrohlich.“

In den vergangenen Tagen hat sich die Krise um den russischen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine dramatisch zugespitzt. Die US-Regierung warnt offen vor einer russischen Invasion in der Ukraine noch vor Ende dieser Woche. Zahlreiche westliche Staaten fordern ihre Staatsbürger zum Verlassen der Ukraine auf – darunter jetzt auch Deutschland. Während Russland ein großes Militärmanöver in Belarus abhält, stocken die USA ihre Truppen in Polen um 3000 weitere Soldaten auf.

Russlands Botschafter in Schweden griff derweil zu einer äußerst undiplomatischen Wortwahl. Mit Blick auf drohende westliche Sanktionen sagte Botschafter Viktor Tatarinzew der Zeitung „Aftonbladet“: „Entschuldigen Sie meine Ausdrucksweise, aber wir scheißen auf ihre ganzen Sanktionen.“ Russland sei bereits mit vielen Sanktionen belegt, die „gewissermaßen eine positive Wirkung auf unsere Wirtschaft und Landwirtschaft hatten“.

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