Lage an den Grenzen spitzt sich zu

von Redaktion

500 000 Flüchtlinge: Helfer melden Versorgungsengpässe

München – Mehr als eine halbe Million Menschen haben nach UN-Angaben seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine bereits das Land verlassen. Allein 280 000 seien nach einer Zählung des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR nach Polen geflohen. In den Grenzregionen spitzt sich die Situation immer mehr zu. Hilfsorganisationen berichten von sich abzeichnenden Versorgungsengpässen. Die Lage für die flüchtenden Frauen, Kinder und älteren Menschen sei katastrophal, es fehle langsam an allem. Die Kälte sowie der Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten bringe die Flüchtenden in bedrohliche Situationen. An den Grenzen zu Polen und der Slowakei haben sich bis zu 40 Kilometer lange Autoschlangen gebildet. In Kiew würden kleine Kinder von ihren Eltern allein in die Züge Richtung Westen gesetzt, berichtet ein Sprecher der Malteser.

Indessen kommen in Bayern die ersten Geflüchteten an. Die Landräte berichten von vielen hundert Hilfsangeboten ihrer Bürger. Die Kriegsflüchtlinge werden teils in staatlichen Unterkünften, teils privat untergebracht. Sie werden wahrscheinlich kein Asylverfahren durchlaufen müssen.

Artikel 9 von 11