Corona-Delle im Raum München

von Redaktion

Pandemie bremst Zuzug – Mehr Menschen pendeln ins Umland

München – Im Corona-Jahr 2020 sind erstmals seit Langem mehr Menschen aus dem Großraum München abgewandert, als Bewohner zugezogen sind. Das geht aus Daten des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) hervor. Grund dafür ist die wirtschaftliche Entwicklung in der Pandemie, wie PV-Geschäftsführer Christian Breu erklärt. „2019 war die wirtschaftliche Entwicklung schon etwas schwächer. Durch die Corona-Einschränkungen ist das Wanderungsgeschehen dann noch mehr zum Erliegen gekommen.“ Die coronabedingte Delle beim Zuzug hat eine weitere Folge: Der Altersdurchschnitt in der Region steigt, denn es blieben vor allem die jungen Zuzügler aus.

Trotzdem bleibt der Großraum München eine Wachstumsregion. Bis 2040 erwarten Statistiker rund 220 000 zusätzliche Einwohner in der Stadt München und den umliegenden Landkreisen. Besonders stark könnten laut den Prognosen die Landkreise Dachau und Ebersberg wachsen – mit einem Einwohnerplus von mehr als zehn Prozent.

In seiner Untersuchung wertete der Planungsverband auch Daten zu Wohnraum, Arbeits- losigkeit und Mobilität in der Region aus. Auffällig: Von den knapp eine Million Pendlern im Großraum München fahren immer mehr aus der Stadt ins Umland oder sogar darüber hinaus zur Arbeit. „Im Umland entstehen immer mehr attraktive Arbeitsplätze, die auch die Münchner annehmen. Zudem werden die Menschen generell immer mobiler“, beobachtet Breu.  dg

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