Öko-Flächen für Futter

von Redaktion

Wegen Ukraine-Krieg: Özdemir lockert Regelung für Landwirte

Berlin – Wegen der Folgen des Ukraine-Kriegs dürfen Landwirte in Deutschland in diesem Jahr ausnahmsweise auch auf ökologischen Vorrangflächen Futterpflanzen anbauen. „Damit kann ein Beitrag zur Futterversorgung geleistet und die Wirkungen der steigenden Futtermittelpreise abgemildert werden“, erklärte am Freitag Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne).

Normalerweise dürfen die Pflanzen auf diesen Flächen nicht genutzt werden, sondern werden zur Bodenverbesserung untergepflügt. Als weitere Maßnahme gegen die hohen Futtermittelpreise sollen laut Özdemir künftig auch gentechnikfreie Eiweißfuttermittel wie etwa Soja in Deutschland vermehrt angebaut werden.

Zudem stehen 2022 für das Ministerium 48 Millionen Euro bereit, mit denen Maßnahmen zur Energie-Einsparung in der landwirtschaftlichen Produktion gefördert werden.

Auch auf die Preise von Brot und Semmeln könnte sich der Ukraine-Krieg auswirken. Zwar seien Deutschland und die EU Selbstversorger bei Weizen. Jedoch könnten die Bauern womöglich nicht säen; in der Folge dürften Ernten ausfallen und Preise steigen.

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