München – Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger arbeitet an einer Lösung für den Wirtschaftsverkehr durch das Inntal und über die Brennerroute. Die regelmäßigen Blockabfertigungen verursachen Störungen für die Lieferketten der Wirtschaft, werden von der Tiroler Seite aber unter jetzigen Verkehrsverhältnissen als unverzichtbar angesehen.
Nach seinen Gesprächen im österreichischen Verkehrsministerium vergangene Woche traf Aiwanger nun zum zweiten Mal im März seinen Tiroler Amtskollegen Anton Mattle. „Je besser wir den Lkw-Verkehr entlang der Brennerroute gezielt steuern, desto weniger Grund gibt es für die etwa 20 Blockabfertigungen pro Halbjahr“, sagte Aiwanger.
Beide Politiker bestätigen, dass bereits an ersten Ideen gearbeitet werde, erste Schritte könnten noch 2022 umgesetzt werden. „Wenn in den nächsten Jahren vermehrt Sanierungen an Straßen und Brücken Richtung Süden erfolgen und der Güterverkehr weiter zunimmt, fahren wir sehenden Auges ins Verkehrschaos“, sagte Aiwanger und fügte hinzu: „Wir brauchen dringend eine intelligentere Steuerung des Lkw-Verkehrs zur Stauvermeidung, weniger Ausweichverkehr Schweiz- Brenner und mehr Güterverkehr auf der Schiene durch eine attraktivere Bahn. Die Situation schreit nach einer Lösung. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit mit Tirol und Südtirol nötig.“