Nato will mehr Waffen liefern

von Redaktion

Kurswechsel bei schwerem Gerät – Ukraine: Die Zeit drängt

Brüssel – Die Nato-Staaten haben sich auf zusätzliche Militärhilfe für die Ukraine verständigt. „Wir waren uns einig, dass wir unsere Unterstützung für die Ukraine weiter stärken und aufrechterhalten müssen, damit sich die Ukraine durchsetzt (…)“, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg gestern nach einem Außenministertreffen. Die Verbündeten seien entschlossen, mittel- und langfristig mehr zu tun, um die russischen „Invasoren zurückzudrängen“.

Was genau geliefert werden soll, sagte Stoltenberg nicht. Es wurde aber ein Kurswechsel in der Frage der Lieferung schwerer Waffen deutlich. Bisher lehnte die Nato das ab, um nicht selbst in den Konflikt mit Moskau hineingezogen zu werden. Im Hintergrund bestätigten nun Teilnehmer des Treffens, dass Tschechien bereits Kampfpanzer in die Ukraine gebracht habe. Stoltenberg sagte, die Verbündeten würden „eine Vielzahl unterschiedlicher Waffensysteme bereitstellen“.

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba zeigte sich nach dem Treffen „vorsichtig optimistisch“. Allerdings dränge die Zeit, betonte er. Wenn nicht sofort Waffen geliefert würden, komme die Hilfe „zu spät“.

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