2000 Syrer sind nun Deutsche

von Redaktion

Einbürgerungen nehmen nach Corona in Bayern wieder zu

München – Immer mehr Syrer in Bayern erwerben die deutsche Staatsbürgerschaft. Nach Zahlen des Innenministeriums stellen Menschen aus dem Bürgerkriegsland mit 2033 Einbürgerungen im vergangenen Jahr nun die größte Gruppe der Neu-Deutschen aus einem Nicht-EU-Land. Bislang hatte meist die Türkei diese Liste angeführt. Die Tendenz der Syrer, die einen deutschen Pass erlangen, ist stark steigend. Vergangenes Jahr waren es noch 529 Personen, 2019 nur 221.

„Die Einbürgerungen sind ein starkes Zeichen erfolgreicher Integration. Nun stehen den Eingebürgerten auch politisch viele Möglichkeiten offen, unsere Gesellschaft mitzugestalten“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Insgesamt wurden 23 158 Menschen im vergangenen Jahr in Bayern eingebürgert – das sind 14,7 Prozent mehr als während der Corona-Delle 2020. Rund ein Drittel stammt aus der Europäischen Union, die meisten, nämlich 2418, aus Rumänien. Großbritannien gehört seit dem Brexit zu den Nicht-EU-Staaten: Aus dem Vereinigten Königreich wurden nur noch 576 Menschen eingebürgert. 2020 waren es 905 Menschen und 2019 sogar 2087.

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