London – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Kiew eingeladen. Scholz könne einen „sehr starken politischen Schritt“ unternehmen und am 9. Mai in die ukrainische Hauptstadt kommen, sagte Selenskyj am Freitag bei einer Veranstaltung der Londoner Denkfabrik Chatham House. Am 9. Mai, dem kommenden Montag, feiert Russland den „Tag des Sieges“ und damit den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Erwartet wird eine große Militärparade.
Der Kanzler ist bisher noch nicht zu einem Solidaritätsbesuch in die Ukraine gekommen. Grund dafür war Scholz zufolge die Ausladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor drei Wochen. In einem versöhnlichen Telefonat mit Steinmeier lud der ukrainische Präsident daraufhin am Donnerstag den Bundespräsidenten und die gesamte Bundesregierung nach Kiew ein.
Derweil gibt es gute Nachrichten aus Mariupol. Aus dem belagerten Stahlwerk Azovstal in der ukrainischen Hafenstadt sind weitere 50 Zivilisten gerettet worden. Das bestätigten beide Seiten.