Mehr Fahrgäste in Bus und Bahn

von Redaktion

Trotz Neun-Euro-Ticket wird aber kaum aufs Auto verzichtet

München – Mehr Menschen nutzten Bus und Bahn – und trotzdem blieb das Auto nicht stehen. Eine Studie der TU München zeigt: Das Neun-Euro-Ticket hat die Mobilität in München nicht groß verändert.

Demnach gaben 35 Prozent an, dass sie seit dem Start des Neun-Euro-Tickets häufiger öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Jedoch nur drei Prozent fahren seither weniger Auto.

Dass sich das tägliche Verhalten ändert, „war in keiner Weise zu erwarten“, erklärt Studienleiter Prof. Klaus Bogenberger vom Lehrstuhl für Verkehrstechnik der TUM unserer Zeitung. Denn: „Mobilitätsverhalten sind Rituale.“ Die vermehrten Bus- und Bahnfahrten werden vielmehr einer größeren Unternehmenslust und dem günstigen Preis zugeschrieben.

Dennoch sind positive Effekte zu beobachten. 22 Prozent nutzten zum ersten Mal Bus und Bahn. Auch gab es im Juni erstmals weniger Autoverkehr. So war auf Münchens Straßen drei Prozent weniger los als im Mai. Und: Im allgemeinen Diskurs wurde dem „öffentlichen Verkehr so viel Wichtigkeit eingeräumt wie noch nie“, resümiert Bogenberger. hud

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