Synodaler Weg überwindet Krise

von Redaktion

Reformprojekt stand nach Bischofsblockade vor dem Aus

Frankfurt – Inmitten einer schweren Krise hat der deutsche Synodale Weg am Freitag in Frankfurt seine vierte Vollversammlung fortgesetzt. Ein Text zu „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ fand nach langer Debatte am Freitagabend eine überraschend breite Zustimmung. Mit einer Mehrheit von 92 Prozent stimmten die Synodalen dafür. Auch unter den Bischöfen fand der Text eine breite Mehrheit. Von 62 anwesenden Bischöfen stimmten 45 mit Ja.

„Der Prozess des Synodalen Wegs darf nicht scheitern“: So hatte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, zuvor gewarnt. 21 Bischöfe hatten am Vorabend ein Papier über die Sexualmoral abgelehnt und das Reformprojekt an den Rand des Scheiterns gebracht. Trotz der Blockade reformskeptischer Bischöfe geben sich die Befürworter weitreichender Reformen weiter kämpferisch. Bischof Georg Bätzing denkt nicht an Rücktritt. „Ich überlasse das Feld nicht denen, die sich nicht bewegen wollen“, sagte er. Er betonte den „ungeheuren Veränderungsdruck“ für die katholische Kirche. „Es kann nur nach vorne gehen.“

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