Bund: Fiebersaft wird gehortet

von Redaktion

Offenbar Wettlauf um knappe Medikamente für Kinder

Bonn – Die Knappheit bei Fiebersäften für Kinder ist aus Sicht eines Bundesinstituts teilweise darauf zurückzuführen, dass sich manche Apotheken und Großhändler das Lager zu voll machen und die Arzneien andernorts fehlen. Es sei weiter von einer Verteilproblematik auszugehen, teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mit. Eine weitere Ursache für die Engpässe sei die erhöhte Zahl an Atemwegsinfektionen bei Kindern, was die Nachfrage hebe.

Der Beirat des Bundesinstituts empfiehlt Apotheken und Großhändlern dringend, „keine Vorräte über den Bedarf einer Woche hinaus anzulegen, da dies zu Unterversorgungen an anderer Stelle führt“. Außerdem solle geprüft werden, ob bei älteren Kindern nicht auch Tabletten mit dem gleichen Wirkstoff eine Alternative seien – bei Paracetamol könnten Kinder ab vier Jahren teilbare Tabletten einnehmen und bei Ibuprofen Kinder ab sechs Jahren.

Die Engpässe gehen weit über Fiebersäfte hinaus. Das Bundesinstitut führte Ende November 300 Meldungen zu Lieferengpässen auf – bei 100 000 zugelassenen Arzneimitteln in Deutschland.  dpa

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