London/Wien – Die Klima-Aktivistengruppe Extinction Rebellion hat einen vorläufigen Stopp ihrer spektakulären Blockadeaktionen in Großbritannien verkündet. Statt sich weiter auf Straßen zu kleben und den Verkehr zu blockieren, wolle sich die Gruppe auf die Organisation einer für April geplanten Großdemo für eine aktivere Klimapolitik konzentrieren, erklärte sie.
Man habe entschieden, „sich vorübergehend von der Störung des öffentlichen Raums als wichtigster Taktik“ zu verabschieden. Stattdessen solle mehr Druck auf die Politik gemacht werden, um die Nutzung fossiler Brennstoffe zu beenden. Am 21. April ist demnach eine Großdemo mit 100 000 Teilnehmern vor dem Parlament in London geplant. Extinction Rebellion wurde 2018 gegründet. Inzwischen bildeten sich noch radikalere Gruppen, die etwa den Autobahnring um London lahmlegten und das Meisterwerk „Sonnenblumen“ von Vincent van Gogh mit Suppe bewarfen.
In Wien hat die Polizei Aktivisten vor einer geplanten Störaktion während des weltweit live übertragenen Neujahrskonzerts der Philharmoniker aufgegriffen. Die Aktivisten seien nach ersten Informationen bereits im Gebäude des Musikvereins gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Sie hätten Kleber dabeigehabt.