München/Innsbruck – Nach langem Streit um die Lkw-Blockabfertigung an der Grenze bei Kufstein kommt jetzt eine Änderung in Sichtweite. Tirol prüft, statt der sogenannten Lkw-Dosierung ein Slot-System einzuführen. Dann könnten Lkw-Fahrer vorab ein Zeitfenster buchen, in dem sie über die Tiroler Inntalautobahn fahren. Das Slot-System sei „eine echte Chance“, die Belastungen zu reduzieren, sagte der Tiroler Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ) nach einem Gespräch mit Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) in Innsbruck.
Auch Bernreiter nannte ein digitales Slot-System „eine echte Alternative“. Es müsse aber so geregelt werden, dass Lkw-Fahrer nicht direkt an der Grenze auf den Slot warten, sonst gebe es neuen Stau.
Für die Einführung ist ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen Deutschland, Österreich und Italien notwendig. Eine Zeitangabe gibt es bisher nicht. Tirol plant in diesem Halbjahr 24 Blockabfertigungen. Für das zweite Halbjahr werde der „Dosierkalender“ gerade erstellt, hieß es gestern in Tirol. Die Belastung sei immens. 2022 fuhren 2,5 Millionen Lkw über den Brenner. dw