Berlin – Die Bundesregierung will ein Öko-Label für Bio-Insekten, die in Lebensmitteln oder Tierfutter landen. „Die Bundesregierung befürwortet eine Unterscheidung von ökologischen und konventionell erzeugten Insekten“, steht in einem Schreiben des von Cem Özdemir (Grüne) geführten Bundesagrarministeriums. Darüber rede man auf EU-Ebene.
In Deutschland sorgte jüngst eine Entscheidung der EU für Schlagzeilen, weitere Insekten für die Lebensmittelproduktion freizugeben. Unter anderem Bayerns Vizeministerpräsident Hubert Aiwanger (FW) rügte das scharf: „Früher wurde ein Lebensmittelbetrieb bei Mehlwürmern und Schaben geschlossen, heute soll es ,in‘ sein, damit Veganer ihr tierisches Eiweiß bekommen.“
Özdemir stellt nun klar, eindeutig hinter der Verwertung zu stehen. „Insbesondere im Futtermittelbereich werden damit neue Möglichkeiten ökologischer Proteinquellen geschaffen“, steht in der Antwort auf eine Anfrage der Unionsfraktion im Bundestag. Protein aus Nutzinsekten „kann als sicheres Futtermittel für Tiere in Aquakultur, Schweine und Geflügel angesehen werden“. Die Produktion in der Nähe von Biogasanlagen biete sich an, um auch Insektenkot in Biogas umzuwandeln. cd