Zwist um Verbrenner

von Redaktion

Auch in Österreich streitet Regierung über Autos

Wien – Österreichs konservativ-grüne Regierung streitet über die Zukunft der Fahrzeugtechnologie in der Europäischen Union. Die Grüne Klimaschutz- und Verkehrsministerin Leonore Gewessler widersprach am Samstag dem konservativen Kanzler Karl Nehammer, der sich gegen ein Aus für Verbrenner ab 2035 gestellt hatte.

Die EU-Abstimmung war in der vergangenen Woche wegen Nachforderungen Deutschlands verschoben worden (wir berichteten). „Ideologisches Festhalten am Verbrenner wird das Klima nicht retten“, schrieb Gewessler auf Twitter. „Wir nehmen die Klimakrise und die Sorgen der Menschen in Österreich ernst. Das sollte auch der Kanzler tun“, fügte sie hinzu. Nehammer hatte sich gegen Warnungen vor einer „Untergangsapokalypse“ ausgesprochen und Österreich wegen der vielen Jobs in der Fahrzeugbranche als „Autoland schlechthin“ bezeichnet. Er kündigte an, sich auf EU-Ebene gegen das Ende für Verbrennungsmotoren einzusetzen.

In Deutschland hat Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) ein Einlenken von Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) gefordert. Es sei auf EU-Ebene eine klare Vereinbarung getroffen worden, dass Neuwagen ab 2035 keine Emissionen mehr ausstoßen sollen, Deutschland müsse zu seinen Zusagen stehen.

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