Galeria schließt 52 Kaufhäuser

von Redaktion

Filialen in Rosenheim und am Münchner Hauptbahnhof betroffen

Essen/München – Bei der geplanten harten Sanierung des insolventen Kaufhaus-Konzerns Galeria Karstadt Kaufhof sollen auch zehn Standorte in Bayern geschlossen werden. Bereits Ende Juni will das Unternehmen die Häuser in Coburg, Erlangen, München am Hauptbahnhof (das ehemalige Traditionshaus Hertie), Nürnberg-Königstraße, Nürnberg-Langwasser und Regensburg-Neupfarrplatz schließen, wie die Geschäftsleitung mitteilte. Ende Januar 2024 folgen dann auch die Kaufhäuser in Bayreuth, Schweinfurt, Kempten und Rosenheim.

Bundesweit werden 52 Filialen nicht weitergeführt. Laut Betriebsrat sollen rund 5000 Beschäftigte ihren Job verlieren, das Unternehmen spricht von 4000 Beschäftigten in den Filialen und 300 in der Essener Zentrale. Ihnen werde angeboten, in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Die Gewerkschaft Verdi will die Entscheidung nicht widerspruchslos hinnehmen. „Wir sehen diese Schließungsliste nicht als final an. Wir werden um jede Filiale und jeden Beschäftigten kämpfen“, sagte Gewerkschaftssekretärin Jaana Hampel in Nürnberg.

Die vier übrigen Münchner Standorte – Marienplatz, OEZ, Rotkreuzplatz und Schwabing – sollen demnach erhalten bleiben.

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