München – Bayerns Krankenhäuser stecken finanziell in der Klemme. Für das Jahr 2023 rechnen einer Befragung der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) zufolge 89 Prozent der Kliniken mit zum Teil immensen Verlusten in Millionenhöhe. Bereits im Vorjahr schlossen 71 Prozent der Häuser mit negativem Ergebnis ab. 2021 hatte das noch für etwa jede zweite Klinik gegolten.
„Bayerns Krankenhauslandschaft ist gefährdet“, sagte BKG-Vorsitzende Tamara Bischof zu den Ergebnissen. „Fehlender Inflationsausgleich der Betriebskosten, Fachkräftemangel und eine Verunsicherung durch die Bundespolitik treiben unsere Kliniken im ganzen Freistaat in eine dramatische Situation und gefährden die Versorgung.“ Bayernweit belaufe sich das Minus der Kliniken bereits auf monatlich über 100 Millionen Euro.
Bischof forderte den Bund auf, die durch die Inflation entstandene Lücke bei den Betriebskosten zu schließen. Außerdem müssten versprochene Härtefallmittel sofort fließen, um Kliniken vor Insolvenzen zu schützen. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) unterstützte die BKG-Forderungen. hor