Wasserburg – „Unsere Mitarbeiter haben toll reagiert“, lobt Pressesprecherin Franziska Amann den Einsatz der Pflegekräfte und Ärzte in der Nacht auf Mittwoch. Die Rettungskette habe perfekt funktioniert, die Evakuierung des Gebäudes ebenso. Das Training für diese Krisensituationen habe sich bewährt, so die Klinikleitung, die sich auch bei den vielen Einsatzkräften für das schnelle Eingreifen, das Schlimmeres verhinderte, bedankt. Niemand sei verletzt worden.
Das Haus 11 auf dem Gelände in Gabersee gehört zum Fachbereich Klinische Sozialpsychiatrie. Hier werden Menschen mit Schizophrenie sowie chronischen, sehr komplexen Verlaufsformen anderer psychiatrischer Erkrankungen wie Persönlichkeitsstörungen betreut und therapiert. Die 22 Bewohner des Hauses haben die Station aufgrund der „vorbildlichen Begleitung“ durch das Personal ruhig und ohne Panik verlassen, berichtet Amann. Bereits am Nachmittag ging es zurück auf die Zimmer. Der entstandene Schaden, von der Polizei auf einen niedrigen fünfstelligen Bereich geschätzt, betreffe lediglich ein Badezimmer.
Parallel zum Brand hatte das Haus noch mit einem Rohrbruch zu kämpfen. Das Gelände schwamm im Wasser, was nicht nur an den Löscharbeiten lag. Der Wasserrohrbruch stand laut Klinikleitung jedoch nicht im Zusammenhang mit dem Feuer. Aufgrund des Verdachts der Brandstiftung hat die Kripo Rosenheim Ermittlungen aufgenommen.
Die Feuerwehren hatten den Brand schnell im Griff. Der Alarm war durch einen Rauchmelder ausgelöst worden, ebenso wie am 23. März, als es in Haus 11 ebenfalls brannte, damals in einer Putzkammer. Auch hier kam es zu einem Großeinsatz. Ob die beiden Feuer im Zusammenhang stehen, ist jetzt ebenfalls Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. HEIKE DUCZEK