München – Bayerns Wirtshaus-Landschaft schrumpft: 2017 gab es noch rund 40 000 gastgewerbliche Betriebe, jetzt nur noch 35 000. Die Pandemie hat den seit Jahren anhaltenden Trend massiv beschleunigt – und den Rückgang um rund zwölf Prozent mitzuverantworten. Das geht aus dem aktuellen Betriebsvergleich für Hotellerie und Gastronomie des Deutschen Wissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) an der Universität München hervor. Am stärksten sank die Zahl der Schankwirtschaften (31,7 Prozent), Clubs (28,4 Prozent), Erholungs- und Ferienheime (20,8), Gasthöfe (17,4), Bars (16,5) und Jugendherbergen und Hütten (14,8 Prozent).
Nur bei unter fünf Prozent war Insolvenz der Schließungsgrund. Altersbedingtes Ausscheiden der Inhaber, Fehlen von Nachfolgern, Fachkräfte-Mangel sowie die zunehmende Bürokratie nannten Betriebe als Grund. Die durch Corona verursachten Probleme wurden zum ausschlaggebenden Faktor für die Betriebsaufgabe. Den Bericht stellten am Freitag Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Dehoga-Präsidentin Angela Inselkammer und dwif-Experten vor.