München – Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, verteidigt Waffenlieferungen an die Ukraine. Sie hoffe, dass die Waffen „die Not wenden können“, sagte Kurschus im Deutschlandfunk. Ein Volk sei „in seiner Identität bedroht“. Es müsse „seine Würde und Freiheit verteidigen können“. Zugleich betonte sie, dass „Waffen allein nicht zum Frieden führen“. Wichtig seien Gespräche, die seien aber zur Zeit sehr erschwert. „Niemand kann jetzt mit Putin verhandeln.“
Auch SPD-Chefin Saskia Esken sprach sich mit Blick auf die anstehenden Ostermärsche für die Lieferungen aus. „Die Ukraine hat ein Recht darauf, ihre Unabhängigkeit, ihre Freiheit und auch ihre Demokratie zu verteidigen“, sagte Esken der „Augsburger Allgemeinen“ (Samstag). Es gehe „ganz klar darum, den Frieden und die Ordnung in Europa wiederherzustellen“.
Schon am Donnerstag und Freitag fanden erste Ostermärsche statt, Höhepunkt ist der Samstag. Im Mittelpunkt der Kundgebungen in Berlin, Leipzig, Köln, München und anderen Städten soll die Forderung nach einem Waffenstillstand stehen. Linken-Chef Martin Schirdewan rechnet mit einem verstärkten Zulauf. Auf dem Marienplatz in München erwarten die Veranstalter rund 800 Teilnehmer.