„Lage bei der Bahn ist dramatisch“

von Redaktion

Bundesregierung bittet um Verständnis für Generalsanierung

Berlin – Der Bund erwartet mit Blick auf unpünktliche Züge wegen des maroden Schienennetzes erst schrittweise eine Besserung. Der Beauftragte der Bundesregierung für den Schienenverkehr, Verkehrsstaatssekretär Michael Theurer (FDP), sagte: „Bei den Kundinnen und Kunden der Bahn kann man nur um Verständnis werben und auch um Verzeihung bitten. Wir haben als neue Regierung Altlasten vorgefunden.“ Er empfehle eine offene und ehrliche Kommunikation. „Die Lage ist so dramatisch, dass es zur Generalsanierung des Netzes keine Alternative gibt“, sagte Theurer.

Im Fernverkehr der Bahn lag die Pünktlichkeitsquote im vergangenen Jahr bei 65,2 Prozent und damit zehn Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Als Gründe hatte die Bahn die überalterte und knappe Infrastruktur, viele Baustellen und ein rasant wachsendes Verkehrsaufkommen genannt.

Das Interesse der Fahrgäste ist trotzdem groß. Die Deutsche Bahn rechnet damit, dass perspektivisch jeder fünfte Deutsche das neue 49-Euro-Ticket nutzen wird. Allein in den ersten drei Tagen wurden 250 000 der ab Mai geltenden Tickets verkauft. » KOMMENTAR

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