München – Rentner werden immer ärmer – Mieten und Renovierungen aber immer teurer. Eine Studie warnt deshalb vor einem massiven Mangel altersgerechter Wohnungen in Deutschland. Der Wohnungsmarkt sei auf die kommende Rentnergeneration der geburtenstarken Jahrgänge „ganz und gar nicht vorbereitet“, erklärte Matthias Günter, Leiter des Hannover Pestel-Instituts, gestern in München. Es gebe zwei Komponenten des Problems: den Mangel an altersgerechten Wohnungen und Altersarmut durchs Wohnen.
Nur rund jede siebte Wohnung sei altersgerecht und ein Großteil davon werde nicht von Senioren bewohnt, erklärte Günter. „Rund 2,2 Millionen altersgerechte Wohnungen fehlen aktuell. Das wird sich in den nächsten Jahren allerdings noch enorm verschlimmern.“ 2040 würden 3,3 Millionen altersgerechte Wohnungen gebraucht.
Doch der Bund bremse den altersgerechten Umbau von Wohnungen geradezu aus: Von der Förderbank KfW gebe es keine Zuschüsse mehr, sondern lediglich Kredite mit mindestens drei Prozent Zinsen und Laufzeiten von bis zu 30 Jahren.