München – Das wird ein harter Freitag für Pendler und Reisende. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat im Tarifstreit mit rund 50 Eisenbahnunternehmen zu bundesweiten Warnstreiks im Fern- und Regionalverkehr aufgerufen. Die Beschäftigten sollen zwischen 3 Uhr morgens und 11 Uhr die Arbeit niederlegen. Betroffen sind Fern-, Regional-, und S-Bahn-Züge im ganzen Land. Ab 13 Uhr soll der Zugverkehr schrittweise wieder anlaufen. Dennoch sei bis in die frühen Abendstunden mit Auswirkungen auf ICE- und IC-Züge zu rechnen, hieß es. Im Busbereich soll der Streik auch den RVO treffen.
Dazu kommt: Die Schwestergewerkschaft Verdi hat im Rahmen des Tarifkonflikts im öffentlichen Dienst für Donnerstag und Freitag an den Flughäfen Köln/Bonn, Düsseldorf und Hamburg in verschiedenen Bereichen Warnstreiks angekündigt. Es sei mit längeren Wartezeiten bis hin zu Flugausfällen oder -streichungen zu rechnen. Der Flughafen München ist nicht direkt betroffen.
Die Bahn hat Kulanzregelungen zugesagt. So sollen Fahrgäste, die ihre für Freitag geplante Reise aufgrund des Warnstreiks verschieben wollen, ihr Ticket bis 25. April flexibel nutzen können. Voraussetzung ist, dass sie die Fahrt bis einschließlich 18. April gebucht haben.
Wer aufs Auto ausweichen will, sollte besonders auf seine Geschwindigkeit achten. Bei einem Blitzmarathon werden von Freitag, 6 Uhr, bis Samstag, 6 Uhr, Kontrollen in ganz Bayern aufgebaut. Eine Übersicht gibt’s unter www.innenministerium.bayern.de.