Berlin – Die Bundesregierung hat das umstrittene Einbauverbot für Öl- und Gasheizungen in leicht entschärfter Form beschlossen. „Ab 2024 muss beim Einbau neuer Heizungen konsequent auf erneuerbare Energie gesetzt werden“, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium. Der Gesetzentwurf, der nun ins parlamentarische Verfahren geht, sieht einige Ausnahmeregelungen vor. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) forderte dennoch weitere Änderungen. In seiner Partei brodelt es. Der Vorschlag wirke wie eine „Atombombe“ für das Land, sagte der FDP-Politiker Frank Schäffler.
Den Plänen zufolge, über die die Koalition seit Wochen streitet, sollen Öl- und Gasheizungen nur noch in Ausnahmefällen eingebaut werden dürfen. Neue Heizungsanlagen sollen dann „möglichst“ zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Klassische Gas- und Ölheizungen können das nur erreichen, wenn sie etwa in Kombination mit einer Wärmepumpe betrieben werden. Es sind Ausnahmen vorgesehen, etwa für über 80-jährige Hausbesitzer und für Gasheizungen, die mit Wasserstoff laufen können.