Wegner braucht drei Wahlgänge

von Redaktion

Berliner CDU-Chef wird nach Zitterpartie Bürgermeister

Berlin – Zweieinhalb Monate nach der Wiederholungswahl zum Berliner Abgeordnetenhaus ist der CDU-Landesvorsitzende Kai Wegner im dritten Wahlgang zum neuen Regierenden Bürgermeister gewählt worden. Er erhielt 86 Ja- und 70 Neinstimmen, drei von 159 Abgeordneten enthielten sich. Der 50-Jährige löste SPD-Chefin Franziska Giffey nach nur anderthalb Jahren in dem Amt ab und führt künftig eine schwarz-rote Koalition.

Wegner war im ersten und zweiten Wahlgang an der Hürde von 80 Ja-Stimmen gescheitert: Zunächst votierten 71 Abgeordnete für ihn, dann 79. Die CDU stellt im Landesparlament 52, die SPD 34 Abgeordnete – zusammen sind das 86 von 159 Sitzen. Die AfD erklärte, im dritten Durchgang für Wegner gestimmt zu haben.

Die Wahl galt bereits im Voraus als nicht komplett sicher. Es war angenommen worden, dass einige Sozialdemokraten aus Ärger über das schwarz-rote Bündnis mit Nein stimmen oder sich enthalten könnten. Mehrere Kreisverbände, die SPD-Jugendorganisation Jusos und Gewerkschaften hatten gegen die Koalition mit der CDU mobilgemacht. » KOMMENTAR

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