München – Die Stationäre Pflege im Heim wird immer teurer. Aktuell bekommen das die rund 6000 Bewohner von Caritas-Einrichtungen in Oberbayern zu spüren. Ab dem 1. Juni steigen die Preise. Der Eigenanteil erhöht sich, je nach Pflegegrad, um bis zu 450 Euro monatlich. Ein Eigenanteil von insgesamt 3000 oder sogar 4000 Euro im Monat wird damit zur Normalität.
Wie aus Zahlen des Verbands der Ersatzkassen (vdek) hervorgeht, ist der durchschnittliche Eigenanteil, den Betroffene jeden Monat in Deutschland bezahlen, bereits zu Jahresbeginn um 289 Euro auf 2468 Euro gestiegen – ein Plus von 13 Prozent. Thomas Greiner, Präsident des Arbeitgeberverbands Pflege, sieht neben der Inflation und höheren Pachten insbesondere die von der Vorgängerregierung durchgesetzte Tarifbindung der Pflegekräfte als Ursache für die Verteuerung. „Das politische Versprechen war, dass die Eigenanteile so begrenzt werden, dass die Gehaltserhöhungen nicht bei den Bewohnern hängen bleiben – dieses Versprechen wurde nicht eingelöst“, kritisierte Greiner. Die Preise würden weiter steigen, sofern die Politik die Zuzahlung nicht deckele. wdp/sh