Gruber sagt neue Demo ab

von Redaktion

Nach Erdinger Protest planen SPD und Grüne eine Gegenveranstaltung

München – Die Kabarettistin Monika Gruber hat ihre ursprünglichen Pläne revidiert und plant nun zunächst doch keine weitere Demonstration gegen das Heizungsgesetz – diesmal auf der Münchner Theresienwiese. „Aufgrund der Abänderung der Heizungsgesetzes stellen wir den Protest vorerst ein“, sagte Gruber unserer Zeitung. „Jedoch würden wir wieder von unserem demokratischen Grundrecht Gebrauch machen und den Protest fortsetzen, falls ähnliche bürger- und wirtschaftsfeindliche Gesetze und Maßnahmen seitens der Ampelregierung geplant würden.“

Zu Grubers Erdinger Demonstration hatten sich am 10. Juni 13 000 Bürger versammelt. Der Protest hatte – auch wegen der Reden von Markus Söder (CSU) und Hubert Aiwanger (Freie Wähler) – bundesweit Schlagzeilen geschrieben.

Ganz ohne weitere Aktionen wird es allerdings nicht abgehen: Die SPD kündigte eine „Demonstration der Vernünftigen“ an. Die Kundgebung gemeinsam mit Grünen, Gewerkschaften, Künstlern und Arbeiterwohlfahrt soll am 1. Juli um 14 Uhr auf dem Münchner Odeonsplatz beginnen, sagte SPD-Landeschef Florian von Brunn unserer Zeitung. Zugesagt hat unter anderem der Kabarettist Christian Springer.

Die Grünen verlangten von Ministerpräsident Markus Söder, sich von seinem Vize Aiwanger und dessen Rede zu distanzieren. Der Ministerpräsident hat bislang jede öffentliche Äußerung zu seinem Stellvertreter vermieden. Aiwanger sprach in der „FAZ“ von „Pseudoempörung“ von Menschen, „die in ihren Blasen in München teure Rotweine schlürfen, statt rauszugehen zu den Leuten“. geo/dw/cd

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