Berlin/München – In der CDU ist die Debatte um eine mögliche Kanzlerkandidatur wieder aufgeflammt. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und Landesvorsitzende Hendrik Wüst forderte Mitsprache der Landesverbände bei der Entscheidung ein. Er brachte sich selbst nicht explizit ins Spiel, betonte aber einen Kurs der Mitte und der Nähe zu Ex-Kanzlerin Angela Merkel.
„Wer nur die billigen Punkte macht und den Populisten hinterherrennt, der legt die Axt an die eigenen Wurzeln und stürzt sich selbst ins Chaos“, schrieb Wüst in einem Beitrag für die „FAZ“. „Die CDU ist stark, wenn sie Gegensätze versöhnt, Spaltung überwindet und Ausgleich schafft.“
Die CDU berät derzeit ihren Kurs und ihr Grundsatzprogramm. Die Junge Union geht, anders als Wüst, klar auf Abstand zu Merkel. Man müsse sich von einigen Entscheidungen dieser Zeit stärker abgrenzen, fordert der Vorsitzende Johannes Winkel in der ARD. Bei Migration wie Energiewende seien fehlerhafte Entscheidungen getroffen worden. Parteichef Friedrich Merz gab eine Rückkehr an die Regierung „spätestens 2025“ als Ziel aus. cd