München – Etwas mehr als zwei Monate noch, dann heißt es wieder „O’zapft is“ auf der Münchner Theresienwiese. Seit Montag wird aufgebaut. Und die Wiesn-Wirte sind bereits jetzt zufrieden: Sowohl der Andrang auf die Reservierungen als auch auf die begehrten Bedienungsjobs sei enorm.
Das Oktoberfest 2022 – das erste nach Corona – hatte unter dem schlechten Wetter gelitten. Offiziell vermeldete die Festleitung rund 5,7 Millionen Besucher – mehr als eine halbe Million weniger als vor der Pandemie 2019. Kein Wunder, dass sich Wirte-Sprecher Christian Schottenhamel am Montag bei der Vorstellung des Wirte-Krugs über das aktuell gute Wetter freute: „Wenn das der Vorgeschmack für das diesjährige Oktoberfest ist, dann liegen wir genau richtig.“
Die Grundstimmung sei positiv – das würden die Wirte auch an den Reservierungen merken: „Letztes Jahr war das Reservierungsverhalten noch zurückhaltender. Dieses Jahr ist der Andrang enorm“, sagt Schottenhamel. Auch aus dem Löwenbräu und Hofbräu Festzelt heißt es, das Vor-Corona-Niveau sei wieder erreicht.
In den meisten Zelten sind nur noch Mittagstische unter der Woche frei – mit Glück können aber noch wenige Abendtische ergattert werden.
Und nicht nur das. Nachdem die Wirte vergangenes Jahr noch bis kurz vor dem Anstich händeringend nach Personal suchten, sei zumindest der Bedienungsjob heuer trotz Fachkräftemangel heiß begehrt, so der Wirte-Sprecher. „Die Wirte hatten noch nie so viele Bewerbungen wie dieses Jahr.“ Seine Mutmaßung: Den Leuten käme gerade in Zeiten der Inflation das gute, kurzfristige Gehalt gelegen.