Zorn über neue Klima-Blockaden

von Redaktion

Schwerer Unfall in Franken – Scholz: Klimapolitik braucht Mehrheiten

München/Berlin – Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ haben mit Blockaden den Straßenverkehr in mehreren deutschen Städten gestört. In München, Nürnberg, Berlin, Leipzig und Dresden klebten sich Protestteilnehmer auf Fahrbahnen. Die Aktivisten vermeldeten 36 Blockaden in 26 Städten.

In einem Stau als Folge einer Blockade der Autobahn 73 in Nürnberg wurde ein Autofahrer verletzt. Der 31-Jährige hatte nach Polizeiangaben vor einem Stau einen Lastwagen zu spät gesehen und wurde mit seinem Fahrzeug unter dem Anhänger eingeklemmt.

Am Donnerstag hatten Aktivisten die Flughäfen in Hamburg und Düsseldorf über mehrere Stunden lahmgelegt. In Hamburg wurde der Flugverkehr am ersten Ferientag für einige Stunden komplett eingestellt. In Düsseldorf wurden mehrere Flüge umgeleitet. Der dortige Flughafen prüft Schadenersatz-Forderungen.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nannte die Blockaden „organisiertes Chaos“ und „unzumutbar“. Es brauche die „volle Konsequenz des Gesetzes“, verlangte er. „Mit ihren illegalen und gefährlichen Aktionen terrorisiert die ,Letzte Generation‘ fortwährend die Bevölkerung“, sagte FDP-Chef Martin Hagen. „Wir brauchen eine knallharte Null-Toleranz-Strategie gegenüber den Klima-Chaoten.“

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) warnte mit Blick auf politische Debatten über das Heizungsgesetz davor, die Klimapolitik von der Bevölkerung abzukoppeln. Wer Klimapolitik mache, „muss sich zutrauen, dass jede einzelne gesetzliche Regelung in einer Volksabstimmung eine Mehrheit fände. Das muss der Ehrgeiz sein.“  dpa/cd

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