Rosenheim/Wien – Beim österreichischen Verkehrsunternehmen Westbahn, das auf der Strecke Wien – München auch Rosenheim bedient, hat es am Donnerstag, 19. Oktober, einen schwerwiegenden Cybervorfall gegeben. Insbesondere administrative IT-Systeme seien betroffen, teilte das Unternehmen nun mit.
Sofort nach Bekanntwerden des Vorfalls leitete ein von Westbahn beauftragtes Expertenteam Gegenmaßnahmen ein und konnte den Angriff stoppen. Mit Unterstützung von externen Spezialisten wird der Vorfall nun untersucht. Erste Analysen haben ergeben, dass die Angreifer Zugang zu verschiedenen Systemen der Westbahn erlangen konnten. Es sei nicht auszuschließen, dass Geschäfts-, Mitarbeiter- und Kundendaten betroffen sind. Kreditkartendaten seien jedoch durch externe Dienstleister verarbeitet worden und somit nicht abgeflossen. Dennoch besteht für Kunden die Gefahr, ungewollt Empfänger von unerwünschten Nachrichten, wie beispielsweise Spam oder Phishing-Mails, zu werden.
Die Westbahn rät daher, besonders vorsichtig zu sein und in den kommenden Wochen wachsam bezüglich verdächtiger Nachrichten zu bleiben. Obwohl nach aktuellem Kenntnisstand keine Passwörter kompromittiert wurden, empfiehlt das Unternehmen den Nutzern, ihre Zugangsdaten zum „Meine Westbahn“- Account zu ändern. Bei weiteren Fragen steht eine Hotline unter +43 13 61 03 66 548 zur Verfügung. Zudem finden Kunden detaillierte Informationen unter westbahn.at/cyber. Die Westbahn hat bereits die zuständigen Behörden über den Vorfall informiert und behält sich vor, weitere rechtliche Schritte einzuleiten. Trotz des Cyberangriffs blieb der Fahrbetrieb vollständig unbeeinträchtigt. Alle Züge verkehren weiterhin planmäßig und Fahrkarten sind über alle gewohnten Vertriebskanäle und direkt in den Zügen erhältlich.