München/Frankfurt – Die Lufthansa hat fehlende Innovationen an deutschen Flughäfen beklagt. Zudem komme der Flughafen München (FMG) bei der Personalrekrutierung nicht so voran wie die Fraport in Frankfurt, kritisierte der Organisationschef der Airline, Karl Brandes. „Eine Fraport oder FMG leiden unter Personalknappheit und wir unterstützen sie, so gut wir können.“ Dies gehe so weit, „dass wir teilweise Personalplanungen oder Disposition mit ihnen gemeinsam machen, um sie dort zu unterstützen. Man kann sagen, dass die Fraport auf diesem Weg mit uns in den letzten 12 Monaten ein gutes Stück vorangekommen ist. Leider gilt in München nicht dasselbe.“
Kritisch gesehen wird von der Lufthansa auch der Wechsel vom Abfertiger Swissport Losch (600 Beschäftigte) zu Aviapartner. Auch Bayerns DGB-Chef Bernhard Stiedl äußerte jüngst scharfe Kritik: Aviapartner ist nicht tarifgebunden. Flughafen-Chef Jost Lammers zeigte sich über die Kritik überrascht. Er könne das „in keiner Weise nachvollziehen“. Der Flughafen habe 2023 über 1000 Mitarbeiter neu eingestellt, mehrere hundert in der Abfertigung. dw/dpa