Peking/San Diego – Im angespannten Verhältnis zwischen China und den USA will Peking seine Panda-Diplomatie mit Washington wieder aufleben lassen. Mit dem Zoo in San Diego sei ein Kooperationsvertrag unterzeichnet worden, bestätigte die Sprecherin des chinesischen Außenamtes, Mao Ning. Laut US-Medienberichten könnten in Kalifornien im Sommer zwei China-Pandas eine neue Heimat bekommen.
Erst im Herbst mussten mehrere Pandas den Zoo in der US-Hauptstadt Washington, der über Jahrzehnte Große Pandas beherbergte, verlassen, weil der Leihvertrag ausgelaufen war. Die Rückkehr nach China, zunächst ohne Aussicht auf ein neues Bärenpaar, kam zu einer Zeit, in der das Verhältnis der beiden Staaten auf einem Tiefpunkt war. Peking verhandle derzeit mit dem Hauptstadt-Zoo wieder über eine Panda-Kooperation, sagte Mao.
China nutzt seine Pandas seit Jahrzehnten als diplomatisches Mittel. Die bei vielen Zoo-Besuchern beliebten Bären sind größtenteils in der südwestlichen Provinz Sichuan beheimatet. Meist verleiht Peking die schwarz-weißen Bären für eine hohe Miete. Auch der Zoologische Garten in Berlin hat zwei Pandas. Ende 2023 musste das Panda-Pärchen Meng Meng und Jiao Qing seine Kinder Pit und Paule nach China abgeben, wie es der Vertrag vorsah.