Schockanrufer sprachen Bairisch

von Redaktion

Polizei will Bürger mit Informationskampagne sensibilisieren

München – Telefonbetrüger lassen sich immer neue Maschen einfallen. Gestern berichtete eine Münchnerin im Rahmen einer Pressekonferenz der Polizei von ihrem Fall. Ein Mann hatte sie angerufen und sich als Polizist ausgegeben. Weil der falsche Beamte Bairisch sprach, wirkte er für die 64-Jährige vertrauenswürdig – und so übergab sie den Betrügern tags darauf 20 000 Euro Bargeld und Schmuck.

Allein im vergangenen Jahr haben Schockanrufe und Enkeltrick-Betrüger bayernweit eine Beute von 13,5 Millionen Euro gemacht. Dabei setzen sie immer wieder auf neue Abwandlungen ihrer Gaunermaschen – der bairische Dialekt am Telefon etwa dürfte bei vielen der Angerufenen die erste Skepsis zerstreuen und für Vertrauen sorgen.

Die Polizei will jetzt mit einer groß angelegten Informationskampagne die Münchner vor den Telefonbetrügern warnen. Der wichtigste Tipp: Nicht unter Druck setzen lassen. „Haben Sie keine Scham, bei Verdacht die 110 anzurufen“, rät Münchens Polizeipräsident Thomas Hampel.

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