Bauern bleiben im Protest-Modus

von Redaktion

Landwirte fordern stärkeren Ausgleich für Agrardiesel-Wegfall

München – Gegen den Eindruck, der Bauernverband signalisiere im Streit um Agrardiesel Kompromissbereitschaft, wehrt sich Günther Felßner, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbands. „Wir werden weiter bis zum Schluss für dieses Thema kämpfen“, sagte Felßner, der auch bayerischer Bauernpräsident ist, unserer Zeitung.

Die „Welt“ hatte berichtet, der Verband werde nicht in vollem Umfang auf die Steuervergünstigungen bestehen, „wenn es im Gegenzug zu Mehrbelastungen beim Kraftstoff an anderer Stelle zu Entlastungen kommt“. Mit diesen Worten wurde Generalsekretär Bernhard Krüsken zitiert. Wenn der Agrardiesel wegfalle, müsse die Regierung ein größeres Kompensationspaket auf den Tisch legen, als das, was der Agrardiesel ausmache, so Felßner. „Wir sind ja am Schluss nicht umsonst auf die Straße gegangen.“ Seitens der Ampel habe sich seit Ende Januar nichts getan – deswegen könnten die Proteste nicht enden.

Am Donnerstag und Freitag wollen auch Bauern aus Bayern bei der Agrarministerkonferenz in Erfurt protestieren. Wenn die Regierung nicht „liefere“, schließt Felßner neue Blockaden nicht aus.  cm

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